1984 kamen drei Mitspieler (Wolfgang Schenk / Herrmann Bosch / Jürgen Klotter) nach dem Kick, beim Bier in einer nahegelegenen Gaststätte auf die Idee, aus den Teilnehmern des Hobby-Kicks eine Mannschaft zu formen, die am offiziellen Spielbetrieb des Südbadischen Fußballverbandes teilnehmen sollte. Einen eigenen Verein wollte man dazu nicht gründen, sondern die Idee im Rahmen eines etablierten Vereins in Konstanz realisieren. Man wollte sich auch nicht den üblichen Gepflogenheiten des Vereinslebens anpassen, sondern als selbstorganisierte Mannschaft „alternativ" am Spielbetrieb teilnehmen (siehe hierzu auch Philosophie). Die Spieler sollten in allen Dingen die Mannschaft betreffend jederzeit Mitspracherecht haben und die Notwendigkeit, daß einer oder mehrere die Organsiationsarbeit machen mußten, sollte zu keinen unerwünschten Privilegien führen. Wolfgang Schenk führte zu diesem Zweck mehrere Gespräche mit mehreren Konstanzer Sportvereinen und entschied sich schließlich für den FC Wollmatingen, mit dessen damaligem Vorsitzenden der Fußballabteilung (Manfred Schrodi) er die Sache dann definitiv machte. Der FC Wollmatingen hatte damals bereits 3 Mannschaften (Erwachsene / Männer) zum Spielbetrieb des Südbadischen Fußballverbandes angemeldet, wobei die 3. Mannschaft in der untersten Liga spielte, was damals im Bezirk Bodensee die Kreisliga B war. Man unterschied damals noch zwei Kategorien von Kreisliga B. Einerseits solche Ligen, in denen der Meister aufstiegsberechtigt in die Kreisliga A war und solche, in denen der Saisonmeister nicht aufsteigen konnte. Entsprechend war die Spielstärke in den beiden Typen von Kreisliga B sehr unterschiedlich. Da die 3. Mannschaft in der Staffel, die im wesentlichen mit Mannschaften aus Konstanz und Umgebung bestückt war, mitspielte, mußten wir in eine Staffel um Stockach herum ausweichen, kamen dort aber gleich in eine starke Kreisliga B Staffel. So wurde das erste Jahr zu einem leichten Debakel. Obwohl wir in jedem Spiel an der Grenze unserer Möglichkeiten spielten, konnten wir kaum ein Spiel gewinnen und waren am Ende zweitletzter der Staffel. Das erste Spiel verloren wir in Hindelwangen 4:0 und waren dabei sehr erstaunt über die Spielstärke der untersten Spielklasse des Deutschen Fußballbundes.
FC Wollmatingen III / IV
Dieses Bild zeigt die Mannschaft im Juni 1985 kurz vor Ende der Saison in Überlingen, wo nach einem der besten Spiele der Saison gegen einen ebenfalls sehr starken FC Überlingen II leider nur ein eine 1:3 Niederlage heraussprang. Aus dieser Anfangsformation sind die Spieler Harald Springsguth und Fabian Glasen auch noch in der Saison 1998/99 aktiv dabei. Fabian Glasen hat sein letztes Spiel im Jahr 2001 für die Mannschaft gemacht. Er hat schon von Anfang an bei dem Hobbykick an der Sonnenbühlstraße mitgespielt. Die Mannschaft bestand und besteht auch heute noch weitgehend aus aktuellen oder ehemaligen Studenten, Mitarbeitern oder Absolventen der Universität oder der Fachhochschule Konstanz.
In den nächsten beiden Jahren wurde man dann in eine nicht aufstiegsberechtigte Staffel der Kreisliga B im Bereich Stockach eingeordnet. Von da an spielte man immer in der Spitzengruppe der Staffel mit. Ein besonderer Rivale war in diesen Jahren die Mannschaft des SV Stockach III, mit der man sich erbitterte Duelle lieferte, die aber immer sehr fair blieben. In einem dieser Jahre erhielten wir auch den Fairnespreis des Bezirks Bodensee.
Ein denkwürdiges Spiel fand in der Saison 1985/1986 fand während der Woche an einem Abend auf dem wunderschön gelegenen Platz in Hödingen gegen den SV Hödingen statt. Vom Berg herab, mit herrlichem Blick auf den See (und bei Föhn) und die Alpen, nahm das Unglück seinen Lauf. Obwohl wir deutlich mehr Spielanteile und mehr und klarere Torchancen hatten, gelang uns kein Tor, während der SV Hödingen 4 Tore erzielte. Bei allen 4 Toren machte unser Torhüter eine sehr unglückliche Figur. Dieses Spiel war typisch für diese Zeit und auch teilweise für später, da die Abschlussschwäche eigentlich immer eine unserer grössten Schwächen war und wir zeitweise auf der Torwartposition nicht optimal besetzt waren. Bei dem Spiel in Hödingen sorgte aber noch ein Spieler von uns für Aufsehen, weil er die Zeit, die zum Ball holen für einen Eckball, der von ihm getreten werden sollte, notwendig war, dazu nutzen wollte, seine Blase in ein nahegelegenes Gebüsch zu entleeren. Unerwarteterweise kam der Ball schneller als erwartet und so mussten alle längere Zeit warten, bis er fertig war, was auch dem Unparteiischen ein Schmunzeln entlockte.
Anfang Mai 1986 spielten wir ebenfalls während der Woche an einem Abend in Güttingen bei Nieselregen gegen des SV Güttingen und es ist nicht ausgeschlossen, dass sich dabei die radioaktiv verseuchte Wolke aus Tschernobyl über Güttingen ausregnete.
Im Jahre 1987 meldete der FC Wollmatingen die bisherige dritte Mannschaft vom Spielbetrieb ab und wir rückten dann an ihre Stelle und spielten bis zur Saison 1995/96 in der Konstanzer Staffel als Wollmatingen III mit. 1987 wurde auch die Kreisliga C eingeführt, in der im ersten Jahr alle Mannschaften spielten, die in der vorangegangenen Saison in einer nicht aufstiegsberechtigten Kreisliga B Staffel spielten. Von der Kreisliga C war von Anfang an und ist seither ein Aufstieg in die Kreisliga B möglich. Auch hier spielten wir immer in der Spitzengruppe mit, waren am Ende oft zweite.
Teile der Mannschaft nahmen auch geschlossen oder gemischt mit viel Erfolg an den Fußballgerümpelturnieren des ASTA der Universität Konstanz in Egg teil. Folgendes Foto zeigt eine siegreiche Mannschaft, die ausschließlich mit Spielern des FC Wollmatingen bestückt war (aus dem Jahr 1989).
IMitte der 90er Jahre hatten wir noch als FC Wollmatingen III Besuch von einer italienischen Mannschaft aus der Nähe von Bologna. Cesare Giaccobazzi, ein ehemaliger Spieler der Mannschaft, der zu der Zeit in dieser Mannschaft in Italien spielte, hatte den Besuch organisiert. Die Gäste kamen mit einem Bus und brachten uns viele Geschenke mit. In einem Freundschaftspiel auf dem Fürstenbergsportplatz konnten wir gewinnen. Beim anschliessenden Zusammensitzen im Vereinsheim des FC Wollmatingen kamen wir mit unseren Gästen leider nicht so gut ins Gespräch, weil wir nicht italienisch und die Italiener nicht deutsch sprachen.
Zum zehnjährigen Bestehen der Mannschaft trafen sich im Sommer 1994 viele derjenigen, die bis dahin in der Mannschaft gespielt hatten, zu einem Spiel und einem gemütlichen Beisammensein in Konstanz/Wollmatingen. Folgendes Foto zeigt diejenigen, die sich dazu versammelt hatten.
Im letzten Jahr beim FC Wollmatingen in der Saison 1995/96 gelang zum ersten Mal mit deutlichem Vorsprung vor den Verfolgern die Meisterschaft. Ein Aufstieg war nicht möglich, weil die 2. Mannschaft des FC Wollmatingen in der Kreisliga B spielte. Weniger deswegen, sondern mehr durch Meinungsverschiedenheiten mit der neuen Vereinsführung, insbesondere mit Bernd Reister, der die Mannschaft einmal während der laufenden Saison eigenmächtig vom Spielbetrieb abmeldete, was nachträglich auf einer Vollversammlung des Vereins noch korrigiert werden konnte.
Folgendes Foto zeigt die Meistermannschaft der Saison 1995/96 im Mai 1996 beim letzten Spiel als FC Wollmatingen III gegen den SC Fürstenberg II auf dem Fürstenberg-Sportplatz in Wollmatingen Das Spiel wurde mit 2:1 gewonnen.
Ein anders Foto aus unserer Meistersaison 1995/96 zeigt die Mannschaft im Herbst auf dem Tannenhof-Sportplatz in Konstanz vor einem Spiel gegen die 2. Mannschaft des Türk SV Konstanz
Wegen guter Kontakte zum TV Konstanz entschied
sich die Mannschaft dann in einer Abstimmung dazu, zur Saison 1996/97
komplett zum TV Konstanz zu wechseln und dort eine eigene Fußballabteilung
zu gründen und zu managen.
Ende der 90er Jahre hatten wir Besuch von einer Mannschaft der DJK Saarwellingen. Zwei Spieler des TV-Konstanz, Ulli Schaal und Fabian Glasen, stammen aus Saarwellingen. Beide spielten früher in diesem Verein und hatten die Mannschaft der DJK Saarwellingen eingeladen.. Bei dem Besuch wurde ein Freundschaftsspiel auf dem Schänzle ausgetragen, das vom TV Konstanz gewonnen wurde.
In der Saison 1996/97 belegte die Fußballmannschaft
des TV Konstanz den dritten Platz in der Kreisliga C Staffel 3 des Bezirks
Bodensee. In dieser Saison hatten wir leider eine schwere Verletzung (Knie
und Wadenbeinbruch unseres Torhüters Hans-Jörg Waldraff) zu beklagen.
Dies war allerdings die einzige Verletzung dieser Schwere, die bis dato
durch direkte Einwirkung eines Gegespielers zu Stande kam. Die Verletzung
ereignete sich in einem Spiel gegen den SV Allensbach, das vom SV Allensbach
sehr hart und unfair geführt wurde.Leider provozierte Dirk Zluhan
die Spieler des SV Allensbach auch etwas, indem er seine Gegenspieler häufig
durch Beinschüsse und sonstige technische Finessen vorführte,
sodass besonders er zum Ziel ihrer unfairen Attacken wurde und sich schliesslich
auswechseln liess um ernste gesundheitliche Schäden zu vermeiden.
Die Verletzung von Hans-Jörg selbst ergab sich aber nicht unbedingt
aus einer absichtlichen unfairen Aktion.
Als besonders hart und unfair über
die Jahre hat sich besonders die Mannschaft des BC Egg präsentiert.
Hier haben wir Spiele erlebt, vor allem in Egg, wo man sich wirklich davor
fürchten musste, nicht mehr gesund vom Platz zu kommen, weil die Spieler
des BC Egg gegen alles traten, was sich bewegte, allerdings mehr gegen
unsere Beine als geegn den Ball.. In solchen Spielen wäre zu wünschen,
dass die Unparteiischen mehr Mut zeigten und der Aggression entschlossener
entgegen treten würden. In der Regel liefen aber die meisten Spiele
ganz normal ab. Hier finden Sie die
Abschlußtabelle der Saison 1996/97.
Hier finden Sie die Abschlußtabelle und die Spielergebnisse der Saison 1997/98. Da die Mannschaften, die Platz eins und Platz zwei belegt hatten, nicht aufstiegsberechtigt waren, gelang in dieser Saison der Aufstieg in die Kreisliga B, in der man sich 3 Jahre halten konnte.In der Saison 2000/2001 belegte man den vorletzten Platz und musste wieder in die Kreisliga C absteigen.
Der Wechsel ins neue Jahrtausend (2000) bedeutete auch eine Umbruchsituation für die Mannschaft. Obwohl sich die Mannschaft über die Jahre kontinuierlich erneuert hatte, zeichnete sich um diese Zeit herum doch ab, dass praktisch keine Spieler mehr aus der Anfangszeit mitspielten bzw. nur noch sporadisch und aushilfsweise, und dass auch ein etwas neuer Wind, eine neue Philosophie sich in der Mannschaft etablierte. Trotz der Beibehaltung der ursprünglichen Organisationsform, wird diese ganz gemäss dem Zeitgeist und auch gemäss dem Gesetz der Gewohnheit nicht mehr als prägnanter alternativer Vorschlag zur Sportausübung im Verein abseits jeglicher Vereinsmeierei erlebt. sondern als pragmatische Lösung, die im Rahmen des TVK auch gar nicht anders denkbar ist. Hier muss sich jede Abteilung selbst organisieren. Es gibt in diesem Sinn keine hierarchischen Strukturvorgaben. Alles hängt davon ab, wie sich die Abteilungen selbst organisieren. Insofern hat die Mannschaft beim TVK die ideale Heimat gefunden. Dennoch hängt natürlich viel davon ab, wie die für die Organisation des Spielbetriebs Verantwortlichen innerhalb der Abteilung Fussball ihre Rolle interpretieren und ausüben und wie die Spieler ihre Interessen weiterhin artikulieren und artikulieren können.
In der Saison 2004/2005 gelang noch einmal die Meisterschaft in der Keisliga C. Ein Aufstieg in die Kreisliga B wurde nach Abstimmung von der Mannschaft aber abgelehnt. Man sah sich angesichts des aktuellen Kaders und den Schwierigkeiten zu jedem Spieltag eine vollständige Mannschaft zusammen zu bekommen nicht in der Lage, erfolgreich und mit Spass in der Kreisliga B zu spielen. Deshalb verzichtete man auf den Aufstieg. Folgendes Foto zeigt die Meistermannschaft nach dem letzten Spiel.
In der Saison 2005/2006 wurde in der Abschlusstabelle der 3 Platz belegt. Den 2. Platz hatte man auf der Zielgerade noch an die SG Liggeringen/Güttingen abgeben müssen. Unangefochtener Meister wurde in dieser Saison der Türk SV Radolfzell, der in der ganzen Saison nur 3 Punkte abgab. Folgendes Foto zeigt die Mannschaft im Herbst nach der Hinrunde auf dem Schänzle-Sportplatz in Konstanz vor der neuen Sporthalle.
Im Sommer 2006 (8./9. Juli) nahmen viele Spieler der Mannschaft auch an dem Event anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Dienstagskicker des TV-Konstanz auf dem Schänzle-Sportplatz teil. Dabei wurde u.a. bei schönstem Wetter ein Gerümpelturnier gespielt und die beiden Endspiele der Fussball-WM 2006 zusammen auf Grossleinwand in der Gymnastkhalle angeschaut.
Während aus der Anfangszeit nur noch 2 Spieler (Harald Springsguth und Fabian Glasen) in der Meistermannschaft von 1996 gehörten, gehören aus der Meistermannschaft von 1996/1997 immerhin noch 6 Spieler zum Kader der Saison 2006/2007. Drei davon Tillmann Ganglof, Dietmar Schmid und Jarek Stawarz spielen noch regelmässig, drei weitere: Christoph Nölle, Erik Hänel und Thomas Bohnet nur noch aushilfsweise sporadisch.
Rangliste
der Spieler gemäss der Häufigkeit der Spiele für die Mannschaft