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Was lange währt: Im neunten Anlauf gelang
endlich die erste Meisterschaft für die Fußballabteilung des TV Konstanz.
Für einige Spieler war’s allerdings bereits der zweite
Titel: Die Saison 1995/96 beendete das Team ebenfalls als Spitzenreiter der
Kreisliga C, damals jedoch noch als dritte Mannschaft des FC Wollmatingen; anschließend folgte geschlossen der
Wechsel ans Schänzle. Seither verwaltet sich die
Mannschaft, die traditionell ohne Trainer auskommt, komplett selbst.
Übrigens wurde erfolgreich dem Zahn der Zeit getrotzt: Obwohl seit dem
ersten Titel neun Jahre vergangen sind, ist der Altersschnitt nur um vier
Jahre gestiegen. Damals lag er bei 34; das Team, das die
Meisterschaft mit einem 6:0-Auswärtssieg am letzten Spieltag klar machte,
war im Schnitt 38 Jahre.
Mit der Meisterschaft kommt vier Jahre
nach dem Abstieg aus der Kreisliga B wieder die Diskussion auf, ob das
Abenteuer Kreisliga B noch einmal in Angriff genommen werden soll oder
nicht. Der Personalstamm der „Studentenmannschaft“ im Bezirk wird natürlich
auch jede Saison ein Jahr älter und etliche haben bereits ihre zwanzigste
Saison im Aktivenbereich (ohne Jugendspiele) hinter sich. Das Studium
dieser Studenten liegt damit natürlich auch schon mehr als zehn Jahre
zurück. Diese Spieler fühlen sich mehrheitlich in der Kreisliga C sehr
zuhause, wo in den letzten Jahren die Begegnungen immer freundschaftlicher
und fairer verlaufen und der TVK immer in der Spitze zu finden ist. Die
drei bis vier noch etwas jüngeren Spieler im Kader, die erst die letzten 5
Jahre zu uns gekommen sind und teilweise tatsächlich noch hin und wieder an
der Uni zu sehen sind haben da großteils noch ehrgeizigere Ziele als nur
die Freude am Spiel unter Wettkampfbedingungen.
Die Spielerdecke des Teams reicht im
Augenblick um Sonntag für Sonntag elf Mann auf den Platz zu schicken den
Luxus von Ersatzspielern kann man sich wegen familiärer oder sonstiger
Verpflichtungen nicht jede Woche leisten, dann müssen mal wieder ein oder
zwei Mann von den Dienstag-Hobby-Kickern einspringen und die Elf
verstärken.
Gut, dass viele von den Dienstagskickern,
die auch schon seit etwa zwanzig Jahren in nahezu unveränderter
Zusammensetzung ihrem Hobby nachgehen, noch Spielerpässe besitzen. Die
Identifikation mit der Gruppe und der Wille fit zu bleiben ist dort so
hoch, dass einzelne auch 30 km Anreise in Kauf nehmen um einmal in der
Woche mit den alten Kumpels kicken zu können.
In beiden Gruppen, Hobbykicker und Aktive
ist man doch sehr erfreut, dass man nach zwei eher bitteren Jahren auf
teils staubigen steinigen Ausweichplätzen, teils ohne Duschmöglichkeiten
wieder auf dem wunderschönen Schänzle spielen
kann. Riesig groß ist die Vorfreude auf den Sommer, wo das wonnevolle Bad
im Rhein und das kühle Getränk auf der Terrasse des Schänzlerestaurant
mit Blick auf den Sonnenuntergang einen Abschluss zu einem gepflegten
Fußballspiel bilden, wie er besser kaum sein könnte.
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