Die Spreu teilt sich vom Weizen!
Oct 23, 2006
Author: Fabian Glasen

Mit 2:1 für den FC Öhningen-Gaienhofen 3 ging es in die Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte der TVK Pech, als unmittelbar nacheinander innerhalb einer Angriffsaktion zwei Lattentreffer zu verzeichnen waren. In der Folge lief aber erst mal nicht mehr viel zusammen beim TVK. Der FC Öhningen-Gaienhofen 3 erarbeitete sich eine spielerische Überlegenheit und eine deutliche Feldüberlegenheit und kam erst mal überhaupt nicht mehr in Bedrängnis. So fiel auch zwangsläufig das 3:1. Nach der Einwechslung von Uwe und der Auflösung des Libero mitte der zweiten Halbzeit, wurde das Spiel nach vorne besser und druckvoller. Es gelangen endlich mal einige gute Ballstaffetten und es wurden auch einige gute Torchancen erarbeitet, die aber, bis auf einen glücklichen Freistosstreffer, alle nicht genutzt werden könnten. Das 2. Tor (2:3) für den TVK ergab sich aus einem kapitalen Fehler des Tormanns des FC Öhningen-Gaienhofen 3, der einen Freistoss von Andy Widmann, der eigentlich ganz gut geschossen war, vielleicht etwas zu sehr auf den Torwart und nicht hart genug, durch die Beine durchrutschen liess.
Wenig später fiel zwangsläufig das 4:2 für den FC Öhningen-Gaienhofen 3, der sich durch die entblösste Abwehr des TVK deutlich mehr Chancen erarbeiten konnte als der TVK aber meist an dem hervorragenden Torwart des TVK scheiterte. Ihm hat der TVK es vor allem zu verdanken, dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausgefallen ist.
Taktisch lässt sich erkennen, dass alle gegnerischen Mannschaften, die diese Saison auf dem Schänzle gewonnen haben, die Spiele vor allem deshalb gewonnen haben, weil sie im defensiven Mittelfeld deutlich konsequenter gespielt haben als der TVK und insgesamt aber besonders auch dort deutlich besser organisiert waren. Man hat den Eindruck, dass die Mittelfeldspieler des TVK tendenziell gerne nach vorne laufen aber in der Rückwärtsbewegung viele Defizite aufweisen. Die mangelnde Bereitschaft konsequent defensiv zu spielen, führt so meist dazu, dass man in Rückstand gerät und dann entblösst man die Abwehr meist noch mehr, weil man meint dadurch insgesamt ein besseres Ergebnis erzielen zu können. Beides ist ein Irrtum, wie sich u.a. an diesem Spieltag deutlich gezeigt hat. Die 2 übrig gebliebenen Abwehrspieler haben sich in vielen 1:1- und Unterzahl-Situationen gegen sehr gefährliche Stürmer noch ganz gut behauptet, aber um erfolgreich defensiv zu spielen, muss man die Räume viel enger machen, als dies bislang geschehen ist. Hinzu kam, dass einige Spieler derzeit nicht unbedingt ein Formhoch haben. So ist es nicht verwunderlich, wenn gegen spielstarke Mannschaften kein Punkt heraus springt. Hoffnung macht die Tatsache, dass Uwe nun wieder langsam in Form zu kommen scheint und offensichtlich auch die nötig Motivation mitbringt, um seine Mitspieler mitzureissen. Bedenklich ist allerdings, dass gerade auch er das Heil allzusehr in der Offensive sucht.