Heimnymbus auf dem Schänzle mit 6:2 Heimsieg gegen die DJK Konstanz III gewahrt
Oct 1, 2007
Author: Fabian Glasen

Wieder bei idealem Fussballwetter (diesmal allerdings ohne Sonne und bei leicht feuchtem Platz) empfing der TVK am vergangenen Sonntagmorgen mit den neuen, rot-weiss-gestreiften Trikots des neuen Sponsors Timberland die junge Mannschaft der DJK Konstanz III und wollte an diesem Sonntag die 5:0-Schlappe vom letzter Woche auf der Reichenau vergessen machen, was vom Ergebnis her auch absolut gelang.

Zur Pause stand es bereits 4:1 für den TVK und es war insofern verständlich aber nicht zwangsläufig nötig, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit weniger konzentriert und weniger diszipliniert zu Werke ging, wie es vielleicht der Fall gewesen wäre, wenn der Spielstand nicht so eindeutig gewesen wäre. Damit soll die Leistung nicht generell kritisiert werden, aber doch auf einige eklatante Undiszipliniertheiten in der Abwehr hingewiesen werden, die sehr leicht hätten zu deutlich mehr Gegentoren führen können, wenn der Gegner die entsprechenden Situationen rechtzeitig erfasst hätte. Die Abwehr war öfters völlig unnötig entblösst, sprich der Gegner stand in mehreren Situationen mit Überzahl an der Mittellinie meist nur gegen einen Abwehrspieler, während die eigenen Abwehrspieler völlig überflüssigerweise bei Angriffen des TVK sich im gegnerischen Strafraum tummelten und niemals hätten rechtzeitig in der Defensive zurück sein können, wenn die DJK-Spieler die Situation sofort erfasst und entsprechend agiert hätten. Hiermit sind nicht die Situationen gemeint, in denen die DJK in Unterzahl (einer ihrer Spieler hatte sich Mitte der zweiten Halbzeit verletzt und die Auswechselspieler hatten sich zwischenzeitlich vom Acker gemacht, weil sie mit ihrer Rolle nicht einverstanden waren) aufgrund grosser technischer und läuferischer Kompetenz im Mittelfeld mächtig Druck machte und verdient mit eigenen Mitteln zu einigen guten Torchancen kam, die aber alle kläglich vergeben wurden. Zu dieser Situation führten vor allem unnötige Stock- und Abspielfehler aus der Abwehr heraus und im Mittelfeld des TVK, die den Gegner immer wieder in Ballbesitz brachten und so erst die Voraussetzungen für die Offensivaktionen der DJK in dieser Phase schufen. Dabei waren in den meisten derartigen Situationen genügend Spielraum und genügend Anspielstationen vorhanden, da sich die beiden Mannschaften gegenseitig viel Spielraum im Mittelfeld liessen. Die vielen Anspielstationen, die wesentlich daraus relultierten, dass der Gegner im Mittelfeld wenig deckte, kann deshalb nicht darüber hinweg täuschen, dass im Spiel ohne Ball noch einiges an Verbesserungspotential vorhanden ist. In dieser Phase war die DJK in Unterzahl die bessere Mannschaft.

Auf der Gegenseite demonstriert die DJK-Abwehr ebenfalls wie man es nicht machen sollte. Obwohl sie mit Libero und ansonsten auch recht diszipliniert spielten ohne allerdings wirklich kompakt zu wirken, versuchten sie immer wieder die Abseitsfalle aufzubauen, was ihnen auch öfters gelang, wobei der Schiedsrichter immer im Zweifelsfall - zumindest bei diesen Aktionen - bei seinen Entscheidungen für den Schwächeren zu pfeifen schien. "Oft" ist bei diesem Spiel mit dem Feuer aber offensichtlich nicht genug, wie man an diesem Spieltag deutlich sehen konnte. Zwei Mal führte diese Spielweise dazu. dass einfache aber gut gesehene und geschickt gespielte tödliche Pässe aus dem Mittelfeld (Uwe Bartsch) in die Spitze auf Gunter Fritz dazu führten, dass letzterer alleine auf den Torhüter zulief und beide Situationen mit Erfolg abschloss. So stand es also kurz vor Schluss 6:1 bevor dem Torhüter des TVK nochmals ein ganz einfacher Ball unglücklich durch die Arme glitt und ins Tor kullerte.
Bemerkenswert an diesem Spieltag war in personeller Hinsicht, dass Jarek nach seiner langen Knieverletzung wieder einen Kurzeinsatz hatte und die nächsten Wochen wohl wieder zur Verfügung steht.

Fazit. Trotz des klaren Sieges und des insgesamt ansprechenden Spiels war es keine Galavorstellung des TVK. Der Gegner war stärker als sein Tabellenplatz vermuten lässt,in technischer und läuferischer Hinsicht mindestens gleichwertig und in der 2. Halbzeit streckenweise insgesamt sogar überlegen. Der Sieg des TVK ist das Ergbnis eines effizienteren Spiels in die Spitze, einer insgesamt sattelfesteren Abwehr (wegen Spiel ohne Abseitsfalle) einer besseren Chancenauswertung und der insgesamr besseren taktischen Organisation.