30.3.2008: TVK siegt 4:0 gegen SV Reichenau 2
Apr 2, 2008
Author: Fabian Glasen

Nach dem kalten und nassen Wetter der Vortage schien an diesem Sonntag die Sonne und die Temperaturen warren optimal für ein gutes Spiel. Folgerichtig konnte das Spiel bereits auch auf dem Schänzle ausgetragen werden.
Wie im Vorjahr kam die Mannschaft des TVK nicht zuletzt wegen des durchgehenden Spielpraxis über den Winter auf dem Hartplatz
nach der Winterpause wieder gut ins Spiel. Ergebnis war ein auch in der Höhe verdienter 4:0 Sieg über den Tabellennachbarn von der Reichenau. Den Reichenauern merkte man an, dass sie im läuferischen Bereich noch nicht voll da waren, aber auch spielerisch dominierte der TVK den Gegner eindeutig.
Während der Winterpause sind 3 neue Spieler (Sascha, Stefan und Jan Lütje) zur Mannschaft des TVK hinzugestossen, die wir von dieser Stelle aus nochmals herzlich begrüssen wollen. Sascha und Jan fügten sich im ersten Spiel für den TVK bereits überraschend gut in die Mannschaft ein und sind sicher eine Verstärkung für das Team.
Nach dieser Erweiterung des Kaders ist es für die Zukunft wohl eher unwahrscheinlich, dass man wie im Hinspiel mit einer Notelf nochmnal derart unter die Räder kommt, weil sowohl quantitativ als auch qualitativ eine deutliche Verstärkung erfolgt ist. Wenn die Mannschaft des Türk Sv nicht schon soviel Vorsprung hätte und nicht so souverän spielen würde, wäre mit diesem Team dieses Jahr sicher die Meisterschaft noch möglich und man könnteauch einen Aufstieg in Erwägung ziehen.
Trotz der guten Leistung soll an dieser Stelle noch auf einige taktische bzw. strukturelle Defizite aufmerksam gemacht werden.
1) Ein Torwart sollte doch immer versuchen nachdem er den Ball aufgenommen hat, diesen möglichst schnell und möglichst präzise zu einem Mitspieler zu spielen bzw. zu werfen (schnelles und sicheres Umschalten von Defensive auf Offensive). Dazu sollte er sich nach der Ballaufnahme sehr schnell auf dem Feld umsehen, ob sich ein Mitspieler in der Nähe in guter Position befinden. Dieses schnelle Umschalten wurde vom Torhüter in diesem Spiel leider nicht unterstützt. Häufiger standen Mitspieler am Flügel frei, denen man den Ball hätte sehr sicher zuwerfen können, ohne dass sie vom Torhüter wahrgenommen wurden. Dieser hatte sich nun mal vorgenommen den Ball weit nach vorne zu schlagen, ohne bessre Alternativen dazu zu suchen. Dieses Nichtberücksichtigen der Spieler, die sich ja in der Regel aktiv meist auf dem Flügel angeboten haben, führt auf die Dauer dazu, dass diese Spieler auch diese guten Ansätze unterlassen und wir keinen kontrollierten Aufbau mehr vom Torwart aus nach vorne mehr hinkriegen.
2) Ein immer wieder kehrendes Fehlverhalten. Bei einem eigenen Eckball liefen plötzlich alle Abwehrspieler nach vorne und liessen einen gegnerischen Stürmer alleine an der Mittellinie in Mittelstürmerposition stehen. Glücklicherweise kam Tom noch rechtzeitig zurück gelaufen um diesen abzuschirmen. Besser wäre es gewesen, wenn mindestens 2 Spieler diesen gegnerischen Spieler im Sturmzentrum abgewchirmt hätten, denn ob nun 7 oder 8 eigene Spieler im Strafraum stehen, um den Eckball zu verwerten, macht idR. keinen grossen Unterschied, ob anschliessend die eigene Abwehr in einer 1:1 oder in einer 1:2-Situation ist, macht aber einen erheblichen Unterschied.
3) Jeder Spieler der sich an der Abseitslinie bewegt, sei es im Sturm oder in der Abwehr, muss immer (!) diesen Aspekt in seinem Spielverhalten mitberücksichtigen. Das wird grossteils schon getan, aber leider nicht immer! und das führt dann zu vermeidbaren Ballverlusten und solches Fehlverhalten kann in vielen Fällen spielentscheidend sein. Die Tatsache, dass dies auch immer wieder bein den profis vorkommt ist keine Entschuldigung und es handelt sich hierbei nicht um einen kleinen Fehler, weil es häufig spielentscheidende Situationen sind.
4) Ansosnten fiel noch auf, dass einige Ballverluste im Mittelfeld, die auf vermeidbarer schlechte Konzentration zurück zu führen sind, zu gefährlichen Kontern geführt haben. Auch scheinbare einfache Pässe im Mittelfeld benötigen die volle Konzentration.