25.05.2008 11:30, BC-Konstant Egg -TV Konstanz 6:6
May 26, 2008
Author: Fabian Glasen

Beide Halbzeiten endeten jeweils 3:3 liefen aber völlig unterschiedlich. In der ersten Halbzeit machte die junge, spielstarke und faire Mannschaft des BC Egg viel Druck und erarbeitete sich viele hochkarätige Torchancen, die Andreas im Tor bis auf 3 Tore des Gegners bravourös entschärfen konnte. Jeweils ging der BC-Egg in Führung und prompt konterte der TVK mit dem Ausgleich, meist mittels Standardsituationen bzw. mittels Kopfballtoren. Der 3:3 Pausenstand war somit sehr schmeichelhaft für den TVK.
Nach der Pause spielte der TVK mit Libero (Andreas Widmann) und dieser taktische Schachzug zusammen mit einem gut defensiv agierenden Mittelfeld und einer gut eingestellten Abwehr ließen in der zweiten Halbzeit, bis auf die 3 Gegentore, kaum noch Chancen für den BC Egg zu. Von einigen wenigen individuellen Fehlern in der Abwehr abgesehen hat der Chronist den TVK in dieser Saison noch nicht mit einer derart kompakten Defensivleistung gesehen wie in dieser zweiten Halbzeit. Sicher spielte der BC-Egg in der zweiten Halbzeit weniger zwingend nach vorne als in der ersten Halbzeit, dafür mag auch die nachlassende Kraft ein Grund gewesen sein, aber sicher auch die kompakte und überzeugende Abwehrleitung des TVK.
Dafür konnte man im offensiven Mittelfeldspiel nicht ganz an die guten Leitungen der letzten Spiele auf dem Schänzle anknüpfen. Grund war vor allem das enge Deckungsverhalten und die gute Defensivspiel des BC Egg im Mittelfeld. Dennoch konnte man in der zweiten Halbzeit mehr Torchancen heraus spielen als der BC Egg und konnte das Spiel insgesamt ausgeglichen gestalten. Die Gegentore resultierten entweder aus individuellen Fehlern bzw. aus sehr starken vor allem dribbelstarken und laufstarken Spielern des BC Egg, die man mit den vorhanden Möglichkeiten nur schwer stören und nur durch eine noch defensivere taktische Einstellung in ihren Entfaltungsmöglichkeiten hätte einschränken können, indem man die Räume insgesamt noch enger gemacht hätte.
Die Torfolge in der zweiten Halbzeit:
Zunächst erhöhte der BC Egg kurz nach der Pause auf 4:3, und prompt konterte der TVK mit einem Tor von Andreas Targan aus kurzer Distanz, nach einem Freistoss von Markus auf den Kopf von Micha (langer Pfosten), der per Kopf auf Andreas Targan im 5 Meterraum freistehend weiterleitete.
Etwa nach 30 Minuten erhöhte Micha nach einem schönen Pass von Uwe Valentin auf 5:4 und etwa 10 Minuten vor Spielende erhöhte Andreas Widmann per Foulelfmeter auf 6:4. Dabei war zu beobachten, dass kaum ein Spieler des TVK es für nötig befunden hatte, sich am Strafraumrand des Gegners zu positionieren, um einen eventuell durch den Torwart abgewehrten Strafstoss per Nachschuss doch noch in etwas zählbares zu verwandeln. Stattdessen liefen viele Spieler an den Spielfeldrand, um Wasser zu trinken und dich zu erfrischen.
Nach dem 6:4 verlegte man sich beim TVK etwas übertrieben auf die quasiprofessionelle Geste der Zeitschinderei, die beim Unparteiischen, der ansonsten gut leitete, möglicherweise nicht gut ankam. Zum einen regnete es gelbe Karten gegen den TVK (meist gerechtfertigt) zum anderen liess er 5 Minuten nachspielen, auch wegen Verletzungsunterbrechungen. Insgesamt zeigte der TVK in dieser Phase etwas Unsicherheit und brachte sich mit der Zeitschinderei selbst mehr aus dem Rhythmus als den Gegner. Obwohl das Spiel insgesamt sehr zerfahren wirkte in den letzten 10 Minuten gelang es dem BC Egg doch mehr Druck aufzubauen und einige zwingende Angriffe zu spielen, die dann auch noch zum Ausgleich führten. Beide Male bekamen die Abwehrspieler des TVK aber auch den Ball nicht weg, obwohl es scheinbar einfach hätte möglich sein können, dies zu erreichen. Das Ausgleichstor fiel zu allem Unglück noch in der letzten Minute der fünf minütigen Nachspielzeit.
Resume: insgesamt ein leistungsgerechtes Unentschieden, für den TVK nur bitter, weil man eine 6:4 Führung 10 Minuten vor Schluss nicht halten konnte und den Ausgleich in der letzten Minute der Nachspielzeit hinnehmen musste. Der BC Egg spielte in jedem Fall deutlich besser als es sein Tabellenplatz vermuten lässt.