6. Juni 2010: SV Reichenau II : TV Konstanz: 4:1
Jun 6, 2010
Author: Fabian Glasen
Am "Tag der offenen Tür" auf der Reichenau (wie schön hätte man an diesem Tag ein besseres Ergebnis für den TVK kommentieren können) musste sich der TVK bei herrlichem Sommerwetter im letzten Saisonspiel dem Tabellennachbarn, SV Reichenau II, der die Saison punkt und fast tordifferenzgleich auf dem 3. Tabellenplatz beendet, in einem guten Kreisliga-C-Spiel, zweier lange Zeit gleichwertiger Mannschaften dennoch verdient geschlagen geben.
Der SV Reichenau präsentierte sich - wie schon im Hinspiel als eine spiel-, lauf- und kampfstarke Mannschaft, in der jeder Spieler technisch, läuferisch und taktisch gute Qualität hat.
Der TVK, der auch mit einer guten Mannschaft zu dem Spiel angereist war, in der fast alle Spieler sich gegen Ende der Saison nun auch langsam ihrer Bestform nähern, konnte dennoch die erste Halbzeit auf hohem spielerischen Niveau ausgeglichen gestalten.
In der 2. Halbzeit wurde das Spiel des TVK mit zunehmender Spieldauer aber zunehmend schwächer,
was möglicherweise an dem warmen Wetter und fehlender Auswechselspieler und der schlechteren Kondition gelegen haben mag, letzteres sicher auch eine logische Folge der bescheidenen Trainingsanstrengungen der letzten Wochen.
Mitte der ersten Halbzeit gelang dem TVK nach wunderschöner DoppelpassKombination zwischen Michael Stotten und Armin Brack, mit der sie die gesamte Abwehr des SV Reichenau ausspielten, die bis dahin verdiente 1:0 Führung.
In der Folge erspielte sich der SV Reichenau II, durch mentale Pausen bei einigen Spielern des TVK mitbedingt, zwei Grosschancen, die Jochen im Tor nur durch 2 Traumparaden entschärfen konnte.
Dann pfiff der ansonsten gute Schiedsrichter einen umstrittenen Foulelfmeter gegen den TVK, wegen Handspiel, obwohl der Ball eindeutig angeschossen war, den der SV Reichenau souvernän verwandeln konnte.
Kurz darauf fabrizierte Tom einen Querschläger im eigenen Strafraum, der als perfekte Vorlage für einen Spieler des SV Reichenau entpuppte, die sich dieser aus kurzer Distanz nicht entgehen ließ.
Mit 2:1 wurden dann die Seiten gewechselt.
Nach dem Seitenwechsel konnte der TVK noch etwa 15 Minuten gut mithalten, dann wurde das Spiel des TVK zunehmend schlechter. Es gelang nicht mehr den Ball konzentriert aus der Abwehr nach vorne zu spielen, was nicht daran lag, dass der Gegner das gekonnt unterbunden hätte, sondern hauptsächlich am eigenen Unvermögen sich richtig anzubieten, Anspielstationen zu erkennen und vor allem Pässe präzise zu spielen.
Dadurch kam der TVk unter Dauerdruck, konnte das Spiel kaum noch aus der eigenen Hälfte heraustragen und insbesondere keine Torchancen mehr kreieren.
Als Martin als letzter Mann dann einmal über den Ball trat und ein Reichenauer in der Folge davon allein mit dem Ball am Fuss aufs Tor des TVK zulaufen und treffen konnte, war klar, dass es schon
einer enormen Kraftanstrengung bedurft hätte, um dem Spiel nochmal eine Wende zu geben. Aber was dem TVK in den vorangegangenen Spielen häufig gut gelungen war, nämlich gegen Ende des Spiels noch einen drauf zu setzen, gelang an diesem Tag nicht mehr. Im Gegenteil, der SV Reichenau dominierte die letzten 15 Minuten eindeutig und schaffte auch noch das 4:1 und war dem 5:1 näher, als der TVK dem 4:2.
Fazit: Nach insgesamt guter Rückrunde verliert der TVK das letzte Saisonspiel verdient gegen einen sehr gut spielenden SV Reichenau trotz und einem über weite Stecken guten Spiel vor allem wegen der schlechtern Kondition und vieler individueller Fehler, vpr allem in der Schlussphase, wovon 2 so gravierend waren, dass sie direkt zu Gegentoren geführt haben. Aus der guten Mannschaftsleistung ragten Michael Stotten, der heute auch im Aufbauspiel überzeugen konnte, und Andreas Targan etwas heraus.
Das Spiel hat u.a. auch mal wieder gezeigt, dass es wichtig ist, das eigene Können, das Können seiner Mit- und Gegenspieler richtig einzuschätzen und danach zu handeln.
Dass dies heute bei den Spielern des TVK nicht optimal funktioniert hat, zeigen vor allem die vielen Weitschüsse, die nichts eingebracht haben, ebenso einige Freistösse, die nicht von den dafür am besten geeigneten Spielern ausgeführt wurden, sondern von solchen, die sich dafür hielten.
Ferner waren es die mentalen Pausen, die sich einige Spieler zu häufig gönnten, die in einigen Phasen, den Erfolg behinderten, sei es, dass man sich nicht rechtzeitig anbot, nicht rechtzeitig abspielte oder nicht rechtzeitig die Räume zustellte, z.B. um ein erfolgversprechendes Vorchecking zu spielen, oder einfach schnell von Angriff auf Abwehr umzuschalten. Dies gilt vor allem für die Offensivabteilung, die Abwehr wirkte meist sehr wach und zeigte gutes Stellungsspiel.
Ferner ist zu bemerken, dass obwohl ein Stürmer immer mal wieder den direkten Weg zum Tor und zum Abschluss suchen sollte, insbesondere, wenn er darin seine Stärken hat, es heute in vielen Situationen besser gewesen, wenn Armin mal den Mitspieler in seinem Spiel mehr mitberücksichtigt hätte.
Dennoch muss man am Ende dieser Saison mit dem besten Saisonergebnis (Platz 2 in der Abschlusstabelle) seit langem und insbesondere nach dem schlechten Start in diese Saison (3 Niederlagen) und nachdem man langezeit im Mittelfeld abgetaucht war, sehr zufrieden sein.
Dabei muss man bedenken, dass Jochen, Peter und Bernhard wegen Verletzungen erst wieder in der Rückrunde einsatzfähig waren und sich in der Rückrunde Stefan Teufel und Uwe Valentin schwer verletzt haben und auch Peter, Michael Stotten und Tom wegen Verletzungen zeitweise nicht spielen konnten.
Dass es dennoch so gut geklappt hat ist sicher dem grossen Kader geschuldet und den beiden Neuzugängen Markus von Albedyhl und Ralph, die in der Rückrunde für frischen Wind gesorgt haben.