von links nach rechts:
hintere Reihe: Michael Stotten,
Patrick Braun, Dirk Wasilewski, Markus Zimmermann,Martin Kadner, Erik Hänel
vordere Reihe:
Dietmar Schmid, Uwe Walentin,Andreas Targan, Tilmann Gangloff (Kapitän),
Jochen Mink, Jörg Hänselmann
Auch wenn der zweite Platz am Ende noch mal in Gefahr geriet: Die Platzierung in der Spitzengruppe ist immer noch aller Ehren wert. Dass wir den Erfolg der Vorsaison nicht wiederholen würden, war relativ rasch klar: Der Absteiger aus der Kreisliga B, der Türkische SV Radolfzell, war bis weit in die Rückrunde hinein unschlagbar und hat bis zum Ende kaum Punkte abgegeben. Zum Finale der Hinrunde haben wir ihm zwar das Leben schwer gemacht, aber mehr als ein respektables 1:2 (aus unserer Sicht) war nicht drin. Beim Rückspiel auf dem Schänzle gab es dann erneut eine Niederlage, und wenn wir ehrlich sind: Das 0:2 war noch schmeichelhaft.
Natürlich will keiner verlieren, und wenn die Tabellenspitze irgendwann mal nicht mehr in Sichtweite ist, dürfte auch die Euphorie empfindlich leiden. Schon jetzt haben oft genug familiäre oder berufliche Dinge Vorrang vor dem Fußball; ganz zu schweigen davon, dass die Verletzungsanfälligkeit etwas höher ist als noch vor zwanzig Jahren. Trotzdem ist die Stimmung in der Mannschaft prima. Vor allem aber hat sie Charakter: Wenn auf dem Platz gemeckert wird, dann allenfalls über den Unparteiischen. Bei den Schiedsrichtern ist der TV Konstanz dennoch gern gesehen: Rote Karten gibt es praktisch keine, gelbe nur ganz selten; Fouls entstehen aus dem Kampf um den Ball und werden nicht aus Bösartigkeit begangen.
Respekt haben auch die gegnerischen Mannschaften, selbst wenn man in entlegenen Dörfern auf dem Bodanrück immer noch gelegentlich das abfällig gemeinte Attribut „Studententruppe“ hört. Das hat uns schon früher eher amüsiert als geärgert, bekommt heute aber fast den Stellenwert eines Kompliments, immerhin bewegt sich der Altersdurchschnitt der Truppe zwischen dreißig und vierzig (mit Tendenz zur vierzig); mit unserem Nachwuchs könnten wir zwei bis drei Jugendmannschaften gründen. Hin und wieder finden sich zwar auch in den Reihen der Gegner ältere Herrschaften, doch in der Regel sind die anderen Teams deutlich jünger als wir. Dafür trainieren sie allerdings häufiger, was sich in Spielen gegen uns vor allem nach der Winterpause bezahlt macht; da ist der eine oder andere alte Knochen einfach noch etwas steif. Dank einer Verjüngung auf strategisch wichtigen Posten aber können wir der neuen Saison gewohnt zuversichtlich entgegensehen. Käpt’n Till
Tillmann Gangloff